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Der Vergleich, die dazugehörigen Informationen und die Leistungen der nachfolgend aufgeführten Anbieter mit einer deutschen Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) erfolgen unter Beachtung der Grundsätze der Maßhaltung, der Nichtirreführung und der Transparenz. Für alle hier aufgeführten Angebote gelten die jeweiligen Bedingungen des einzelnen Anbieters. In den meisten Fällen richten sich Angebote, Aktionen und Boni ausschließlich an Neukunden. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; der tatsächliche Bonusbetrag richtet sich nach der Höhe der Einzahlung. Die vollständigen Bedingungen entnehmen Sie der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist erst ab 18 Jahren gestattet. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.buwei.de.

RTP verstehen: was die Quote aussagt und was nicht

Von Aktualisiert am

Die Auszahlungsquote, oft RTP für „Return to Player“, ist ein technischer Kennwert für virtuelle Spielautomaten. Sie beschreibt, welcher Prozentsatz der Einsätze über einen sehr langen Zeitraum statistisch als Gewinn ausgeschüttet wird. Der Wert ist keine Garantie für den Ausgang einer einzelnen Spielsitzung. Er ist ein im Spieldesign verankerter, mathematischer Mittelwert, der sich erst über Millionen von Spielrunden einstellt. Mit ihm lässt sich die grundlegende mathematische Struktur eines Geräts verstehen.

Was die Quote misst

Die Auszahlungsquote ist ein theoretischer Wert. Unabhängige Prüfstellen ermitteln und verifizieren ihn unter Laborbedingungen. Er beschreibt das Verhältnis von Einsätzen zu Gewinnausschüttungen. Ein Beispiel: Eine Quote von 96 Prozent bedeutet, dass von 100 Euro Einsatz im langjährigen Durchschnitt 96 Euro wieder als Gewinne ausgezahlt werden. Dieser Durchschnitt wird über eine riesige Anzahl von Spieldurchläufen berechnet, oft im zweistelligen Millionenbereich. Die Quote beschreibt also das programmierte Verhalten des Automaten über seine gesamte Lebensdauer, nicht das Ergebnis eines Nachmittags.

Der Wert ist fest in der Software des Spiels kodiert und Teil der offiziellen Zulassung für den deutschen Markt. Der Anbieter der Spielplattform kann ihn nicht verändern. Die Quote allein sagt aber nichts über die Verteilung der Ausschüttungen aus. Zwei Geräte mit identischer Quote können sich völlig unterschiedlich verhalten. Eines zahlt vielleicht häufig kleine Gewinne. Das andere seltener, dafür aber höhere. Dieses Verhalten hängt nicht von der Quote ab, sondern von der Volatilität und Trefferfrequenz eines Geräts – einem weiteren wichtigen Kennwert in der Gerätekunde.

Wie die Quoten im Bestand verteilt sind

Die Auszahlungsquoten der für den deutschen Markt lizenzierten Automatenspiele bewegen sich in einem definierten Bereich. Die folgende Übersicht zeigt die Verteilung der uns vorliegenden, belegten Werte.

Verteilung der Auszahlungsquoten im deutschen Markt.
Quote Geräte Grundlage
unter 90 % 10 von 89 Geräten mit belegtem Wert
90 bis unter 92 % 19 von 89 Geräten mit belegtem Wert
92 bis unter 94 % 3 von 89 Geräten mit belegtem Wert
94 bis unter 95 % 53 von 89 Geräten mit belegtem Wert
95 % und mehr 4 von 89 Geräten mit belegtem Wert

Eigene Auswertung der 89 Geräte, für die ein in Deutschland lizenzierter Anbieter eine Quote ausweist. Spanne 87,00 bis 95,54 Prozent. Für -39 Geräte im Bestand liegt kein belegter Wert vor.

Die Mehrheit der Geräte bewegt sich in einem ähnlichen Quotenbereich. Extreme Abweichungen sind selten. Diese Konzentration ist ein Ergebnis der technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Die Hersteller entwickeln ihre Geräte so, dass sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und im Marktvergleich bestehen können. Einen detaillierten Blick auf die Daten findest Du im Ratgeber Auszahlungsquote Spielautomaten im Vergleich.

Deutscher Markt gegen international

Manche Automatenspiele gibt es auf dem deutschen und auf internationalen Märkten. Dort weisen sie aber oft unterschiedliche Auszahlungsquoten auf. Die Daten zeigen, dass die deutsche Version eines Geräts eine niedrigere Quote haben kann als ihr internationales Gegenstück.

Geräte mit deutschem und internationalem Wert.
Gerät Deutschland International Abstand in Prozentpunkten
Big Bass Bonanza 94,02 % 96,71 % 2,69
Wolf Gold 93,99 % 96,01 % 2,02
Gates of Olympus 94,50 % 96,50 % 2,00
Fruit Party 95,43 % 96,50 % 1,07
The Dog House 95,51 % 96,51 % 1,00
Sweet Bonanza 95,50 % 96,48 % 0,98

Deutsche Werte: Angaben lizenzierter Anbieter. Internationale Werte: Herstellerangaben. Nur Geräte, für die BEIDE Werte veröffentlicht sind – das sind 6 von 50. Für die übrigen liegt kein internationaler Vergleichswert vor.

Der Grund für die Abweichungen ist die unterschiedliche Regulierung. Ein für den deutschen Markt zugelassener Spielautomat ist technisch nicht mit der internationalen Version identisch. Er muss an die Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 angepasst werden. Dazu gehören zum Beispiel ein Spieltakt von durchschnittlich mindestens fünf Sekunden je Spiel und der Höchsteinsatz von einem Euro. Solche Eingriffe verändern das mathematische Modell des Spiels grundlegend. Die Hersteller müssen das Gerät neu kalibrieren, was oft eine Anpassung der Auszahlungsquote zur Folge hat.

Es ist keine willkürliche Entscheidung des Anbieters, eine „schlechtere“ Version anzubieten. Die Anpassung ist eine technische Notwendigkeit, um deutsches Recht einzuhalten. Du spielst in Deutschland also eine eigens für diesen Markt entwickelte und zugelassene Variante des Geräts. Die abweichende Quote ist ein direktes Resultat dieser Regulierung. Sie greift tief in die Funktionsweise der Automaten ein. Weitere Informationen zu den Grundlagen findest Du im Ratgeber-Bereich.

Was die Quote nicht kann

Die Auszahlungsquote ist ein statistischer Indikator, der oft falsch verstanden wird. Der häufigste Trugschluss: Eine Quote von 95 % bedeutet, dass Du bei 100 Euro Einsatz genau 95 Euro zurückbekommst. Das ist falsch. Die Quote ist ein Langzeitmittelwert und keine Vorhersage für eine einzelne Spielsitzung. Dein persönliches Ergebnis wird kurzfristig stark von diesem theoretischen Wert abweichen, nach oben wie nach unten. Der Zufallsgenerator hat kein Gedächtnis.

Falsch ist auch der Gedanke, ein Automat müsse nach einer Verlustserie einen Gewinn ausschütten, um seinen Mittelwert zu erreichen. Jede einzelne Spielrunde ist ein unabhängiges Zufallsereignis. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn ist bei jeder Drehung exakt gleich, egal was davor passiert ist. Ein Automat ist niemals „heiß“ oder „kalt“. Er ist auch niemals „fällig“. Die Quote beschreibt nur das statistische Ergebnis bei unzähligen Wiederholungen.

Häufige Fragen

Ist eine höhere Auszahlungsquote immer besser?

Nicht unbedingt. Eine höhere Quote bedeutet zwar mathematisch einen geringeren Hausvorteil auf lange Sicht. Sie sagt aber nichts über das kurzfristige Spielverhalten aus. Ein Automat mit etwas niedrigerer Quote, aber hoher Volatilität, kann seltenere, aber höhere Einzelgewinne ausschütten. Die Wahl hängt von deiner persönlichen Erwartung an das Verhalten eines Geräts ab: häufige kleine Erfolge oder die seltene Chance auf einen größeren Treffer.

Wo finde ich die Auszahlungsquote eines Automaten?

Anbieter mit deutscher Lizenz sind verpflichtet, diese Information transparent zu machen. Normalerweise findest Du den RTP-Wert direkt im Spiel. Meist verbirgt er sich hinter einem „Info“-, „i“- oder Fragezeichen-Symbol, über das Du die Spielregeln und die Auszahlungstabelle aufrufen kannst. Dort ist der Kennwert als prozentualer Wert aufgeführt.

Verändert sich die Quote, während ich spiele?

Nein. Die Auszahlungsquote ist ein fester Teil der Spielsoftware. Sie wird vor der Zulassung des Geräts von Prüflaboren zertifiziert. Die Quote verändert sich nicht, je nach Gewinn oder Verlust, Einsatzhöhe oder Tageszeit. Jede Spielrunde unterliegt demselben, unveränderlichen mathematischen Modell und demselben Zufallsgenerator.

Timo Barfuß

Ich kümmere mich auf automatenspiele.org um die Gerätekunde: technische Eigenschaften virtueller Automatenspiele, ihre Hersteller und ihre Auszahlungsquoten. Jede Kennzahl hat bei mir eine Quelle und ein Abrufdatum, und fehlt ein Wert, benenne ich die Lücke statt sie zu schätzen.